Das deutschlandweit beachtete gestrige Ereignis veranlasst mich dann doch zu ein paar spontanen Gedanken zum EC Laatzen:
Irgendwie fast bedauerlich, dass es nun zu diesem Rekord gekommen ist. Immerhin hatte man doch fast alles versucht, diese "Schlechtmarke" - so es diesen Begriff gibt - abzuwehren. Zum Beispiel am vergangenen Wochenende auf dem Maschsee: Vorgesehen war, dass man dort zu einen Spiel gegen eine Auswahl möglichst schwer illuminierter Gäste der dortigen Glühweinbuden antritt und dann mit etwas Glück einen Sieg einfährt. Die DEL-Führung soll nach meinen Informatioen im Vorfeld zugestimmt haben, diese Zustimmung dann aber doch noch kurzfristig widerrufen haben. Nach Blick in den hannoverschen Stadtplan soll es m.W. als Begründung für die Ablehnung aus der DEL-Zentrale die m.E. nachvollziehbare Aussage gegeben haben, dass im hannoverschen Kernbereich ein Heimspiel der Sc. nicht glaubhaft vermittelbar und mithin schlichtweg undenkbar sei. Gut, dass war irgendwie absehbar. Ach, wären sie mit ihrer eigentlich cleveren Idee am letzten WE doch einfach auf `nen Tümpel des Golfplatzes in Gleidingen gegangen.
Na immerhin bleibt so als diesjähriges Saisonfazit eine Fußnote in den Geschichtsbüchern. Und schon muss man sich in Laatzen wieder neue Ziele setzen. Das wird natürlich schwer und man kann eigentlich nur hoffen, dass Mannschaft und Umfeld jetzt nicht auch noch in ein Motivationsloch fallen.
Getreu dem Motto der einzigen in den vergangenen rd. 10 Jahren öffentlich wahrnehmbaren - wohlwollend und im weitesten Sinne - Maßnahme der Sc. i.S. "Vermarktung etc.", dem "
we are family", könnte man angesichts der gestrigen Zuschauerzahl einen Spielbericht nun auch konsequent mit dem Satz "
Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden" enden lassen.
Davon findet sich zumindest im
Online-Artikel der NP aber nichts. Stattdessen wird dort berichtet, dass der Sportfreund Papenburg derzeit in Usbekistan weilt. Und ohne den in Personalunion Papa, Mama, reicher Onkel und bisweilen auch böse Schwiegermutter macht man natürlich keine Beisetzungen. Dann war das gestern also eine Trauerfeier und der unvermeidbare Rest wird dann noch folgen. Jedoch sollte man m.M.n. damit nun auch wieder nicht zu lange warten, denn solche Veranstaltungen verlieren enorm an Strahlkraft, wenn man keine überlebenden Zeitzeugen des letzten Heimsieges mehr dazu bitten kann.
Usbekistan... - ... Hmm, wenn das jetzt `mal nicht wieder ein genialer Schachzug aus der großen Trickkiste von Günni ist:
Er sichert sich den nächsten Großauftrag und asphaltiert den usbekischen Teil der
Seidenstraße achtspurig und kreuzungsfrei. Als eine Gegenleistung gewährt Usbekistan seiner früher einmal richtig Eishockey spielenden Gurkentruppe Asyl. Taschkent bietet da mit seinen über 2 Mio Einwohnern einen hoch verdichtet besiedelten Raum, den man sehr viel leichter als die lämdlichen Region des hannoverschen Umlandes mit Freikarten zupflastern kann. Der letzte usbekische Eishockverein, der
HK Binokor Tashkent, musste zwar 1988 den Spielbetrieb wegen Erfolglosigkeit einstellen. Aber natürlich wäre das für die momentan noch Laatzener wie gemalt, um daran anzuknüpfen. Bekanntlich liegt denen ja "die Tradition am/im Herzen".
Die Grundpfeiler für eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte in Usbekistan wären also schon jetzt alle vorhanden. Dabei sollte es keineswegs abschrecken, dass es in Usbekistan keine Eishockeyliga gibt und irgendeine sportliche Konkurrenz nicht in Sicht wäre. Im Gegenteil! "Usbekischer Meister 2013 und 2015" schmückt den Briefkopf durchaus. Und sollte es iwann in den Folgejahren doch Konkurrenz geben und sich die Dinge unweigerlich vergleichbar negativ entwickeln, so ist man dann zur Abwehr einer ewigen Niederlagenserie hoffentlich besser vorbereitet als zuletzt beim kläglichen Versuch auf dem Maschsee: Stichwort: Aralsee. Gell Marco: Schon jetzt immer dran denken, wenn Du auf dem Weg zum Pferdetum (wg. Bratwurst) an der entsprechenden Tanke vorbei fährst!