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Samstag, 28. August 2010, 10:49

Kassel in Liga 2.?

1

Inzwischen geistert ja sowohl in der Presse, als auch in diversen Foren die Möglichkeit, dass Kassel "eventuell" als Bittsteller doch noch in die 2.Liga ausgenommen werden soll.

Ich denke, vieleicht sollte man auch mal die Fans dazu befragen, ob und wie sie eine Entscheidung zu Gunsten von Kassel mit tragen würden.

Näheres dazu findet man im ESBG-Forum, wo schon seit Anbeginn kontrovers diskutiert wird. Auch die lokale Presse in Kassel, unter www.hna.de , findet man Informationen (Letzteres zeichnet sich aber nicht unbedingt durch guten Journalismus aus :S )

Ich hab keine Ahnung, ob ein Stimmungsbild unserer Fangemeinschaft in dieser Frage irgendetwas bewirkt, interessant dürfte es allemal sein.
Zwei Dinge scheinen unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.(Albert Einstein)


Samstag, 28. August 2010, 11:35

2

Hab für "Ja" gestimmt und zwar aus dem o. g. Grund.
Die Nr.1 der Stadt sind WIR!
Nur der ECH
HANNOVER IST INDIANERLAND


U(h)r - Indianer

Hey - das geht ab
Hannover steigt niemals ab,
steigt niemals ab!!!

Robert Enke
24.08.1977 - 10.11.2009
Wir werden Dich NIE vergessen

Samstag, 28. August 2010, 11:55

3

Klares NEIN!

Wer den Sport so mit Füßen tritt wie die Kasseler Verantwortlichen und ein Teil der absolut verbohrten/verblendeten Fans hat in der zweiten Liga nichts verloren und muss sich aus untersten Gefilden wieder hoch arbeiten.

Selten so etwas unseriöses wie diesen Kasseler Winkeladvokaten erlebt, auch wenn er nur Rossings Handlanger ist und wohl dessen Weisungen folgen muss, ist sein allgemeines Benehmen unsäglich.
Nichts ist vergänglicher als Erfolge von Gestern

Samstag, 28. August 2010, 14:58

4

Kassel nein Danke!
Wer versucht seine Schulden über eine Insolvenz zu entsorgen der muss auch mit der Strafe leben.
Wer trägt denn die Schulden der Krankenkassen, Berufgenossenschaft, Finanzamt etc.
Am Ende also wir alle. Bei den Scorpions ist es auch nicht anders. Genußscheine der Stadt für die Arena sind Steuergelder, Schulden bei Enercity werden durch höhere Strompreise für Privathaushalte wieder reingeholt.

Deswegen fallen mir dazu nur noch folgende Evergreens ein:

Keinmal Kassel, es gibt keinmal Kassel...

In Hessen gibts nur ein Verein, EC Bad Nauheim...

und

Nie mehr Schlittenhunde, nie mehr nie mehr...
Ich bin ein unechter Hannoveraner,ein unechter Eishockeyfan und das Wort Kult kann ich auch nicht mehr hören. Sorry, das ich trotzdem zum Turm gehe.

Samstag, 28. August 2010, 20:29

5

Reggie Dunlop

unregistriert

Wirtschaftlich für die Indians sicherlich interessant, da man Heimspiele bekommt gegen einen Gegner bei dem das Zuschauerinteresse sicher sehr hoch sein wird. Die zusätzlichen Reisekosten für die Auswärtsspiele in Kassel dürften im Rahmen bleiben und sich durch die Heimspiele amortisieren.

Für die Fans ein Gegner mit Derbycharakter und einem sportlich interessantem Gegner, sofern der Kader nicht zu sehr abgespeckt wird.

Prinzipiell habe ich mit Kassel allerdings ein Problem aufgrund der Dinge die da bis jetzt gelaufen sind.

Da wir aber eh nichts dazu oder dagegen beitragen können, einfach mal abwarten was passiert.

Ich bezweifel allerdings daß die ESBG da mitspielen wird.

Sonntag, 29. August 2010, 09:17

6

Gehört zwar nicht hierher aber warum hat letzte Saison keine Sau interessiert was mit Duisburg passiert ist.
Da gab es komischerweise diese Diskussionen nicht.

Deswegen bleibe ich dabei:

Gleiches Recht für alle, keine Hunde in Liga 2
Ich bin ein unechter Hannoveraner,ein unechter Eishockeyfan und das Wort Kult kann ich auch nicht mehr hören. Sorry, das ich trotzdem zum Turm gehe.

Sonntag, 29. August 2010, 11:18

7

Klares Nein!

Und dabei spielt das von Hr. Westhelle veranstaltet Theater nur eine Nebenrolle...

Punkt 1: Konsequenz

Im deutsche Eishockey herrscht zu lange schon die Schwäche. Beispiel: Club x hat in Sachen seriösem Handeln mal wieder gewaltigen Mist gebaut. Einzige Konsequenz laut Statuten müsste eigentlich ein Ausschluss oder Zwangsabstieg sein, doch Hoppla: "Wenn wir die jetzt raus nehmen fehlen uns 14 Spieltage und fünf Derbys. Dann geht es Club Y und Verein Z auch gleich ganz schlecht. nein, das kann nicht die Lösung sein. Also werden die Regeln mal schnell geändert oder phantasievoll ausgelegt, was nicht passt wird passend gemacht.

Oder Konsequenz und Ausdauer beim Spielmodus: Zuwenig Geld im Topf wegen zu weniger Heimspiele? Heissa, lass uns eine Pokal ausspielen. Nächstes Jahr dann gefällt eine Doppelrunde ja viel besser, aber mit Pokal wären es dann natürlich eine zu hohe Belastung für die Teams. Also weg mit den Pokal. usw.!

Resultat: Diese Sportart nimmt in Deutschland kein Aussenstehender mehr ernst.

Punkt 2.: Wir sind doch nicht die Müllhalde der DEL! Die DEL hat sich als Kommerzliga vom DEB abgespalten, hat keine verlässlich geregelte Anbindung an die Außenwelt mehr. Es gibt keine garantierten Aufstieg des ESBG-Meisters in die DEL und kein sportlicher Absteiger aus der DEL spielt im nächsten Jahr Bundesliga. Der DEL geht langsam aber sicher die Luft aus, aber hier meinen immer noch einige, den Bückling vor den Gescheiterten aus unserer Operettenliga machen zu müssen. Weil man ja etwas Geld damit verdienen könnte...

Kassel ist doch nicht das schwarze Schaf der Erfolgsgeschichte DEL. Frankfurt ist weg. Alle anderen erwirtschaften Verluste, kommen gerade so über die Runden oder sind auf die Gaben von Mäzenen angewiesen. Das vom Westhelle veranstaltete Theater tut sein übriges.

Also liebe Verantwortliche in der ESBG: Zeigt, dass Ihr konsequent und verläßlich seid und Rückgrat habt. Keine "Lex-Kassel" nur weil sich dann die Spieltage schöner planen lassen und wegen einn paar Mark mehr. So schlechts gehts uns doch hoffentlich nicht?!

In 2-3 Jahren ist Kassel doch eh wieder da und zwar auf dem richtigem Weg.
Rettet das Pferdeturmforum!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Holly25« (29. August 2010, 11:31)


Sonntag, 29. August 2010, 11:35

8

Und nochmal "zwei nüchterne":

Wären denn mit einem Übergang der Huskies in die Bundesliga alle deren finanziellen Imponderablien beseitigt? Sowas hat schon bei den Turtles nicht wirklich funktioniert.

Möchte ich ab sofort Hr.Westhelle als gleichberechtigten Geschäftspartner am Verhandlungstisch sitzen haben?

Und warum darf Blasius nicht am Besuch von Huskies-Spielen gehindert werden? :rolleyes:
Rettet das Pferdeturmforum!

Sonntag, 29. August 2010, 13:34

9

Der freiwillige Rückzug aus Liquiditätsgründen ist ja nichts unbekanntes in der DEL-Geschichte. Zurückgeschafft hat es bisher aber nur die DEG und das sogar zweimal. Die Schwenninger wären wenn sie den Aufstieg diese Saison schaffen das zweite Team dem dies gelänge.
Es gibt aber auch viele Teams bei denen der Absturz erfolgte, nicht nur der ECH, sondern auch die Kaufbeurer Adler, der SB Rosenheim und z.B. die Garmischer haben es nicht vor der nächsten Insolvenz zurück in die DEL geschafft, obwohl sie freiwillig den Schritt zurück gemacht haben.
Letzendlich sind viele Teams an den Erwartungen des Anhangs und dem sportlichen Erfolgsdruck als Absteiger oben zügig mitzuspielen gescheitert und haben die Entschuldung nicht in der nötigen Form betrieben, sondern meistens sogar den Schuldenberg vergrössert.

Wenn man in Kassel schon liest das die DEL nun Schuld an der Vernichtung von 100 Arbeitsplätzen ist, dann setzt das dem Fass ohne Boden die Krone auf. Die DEL hat schließlich nicht die Insolvenz verschuldet.
Das wäre ja so als wäre ich betrunken Auto gefahren und würde durch dieses Fehlverhalten meinen Job verlieren bei dem ich Auto fahren muss und beklag mich dann über den Polizisten der mich "aus dem Verkehr" geholt hat.
Es fehlt an Einsicht, Weitsicht und Nachsicht. Man könnte auch sagen statt Schlittenhunden bräuchten diverse Herrschaften in dem wunderschönen Strassenkaff an der A7 mal dringend einen Blindenhund.
Zumindest versüsst einem das Propaganda-Organ HNA seit geraumer Zeit den Frühstückskaffee.


Sonntag, 29. August 2010, 15:33

10

Statuten sind Statuten. Das wussten alle Beteiligten auch vorher schon. Somit dann auch bitte schön wieder ganz unten anfangen. Außerdem sollte man auch in diesem Pkt mal an die Frankfurter denken. Die haben die Entscheidung der DEL hingenommen und keinen Dauerklage Streß geführt. Das nenne ich dann mal Stil.

Also TSCHÜß Kassel. Mach et jut und bye bye :!:

Sonntag, 29. August 2010, 17:48

11

Der freiwillige Rückzug aus Liquiditätsgründen ist ja nichts unbekanntes in der DEL-Geschichte. Zurückgeschafft hat es bisher aber nur die DEG und das sogar zweimal. Die Schwenninger wären wenn sie den Aufstieg diese Saison schaffen das zweite Team dem dies gelänge.

Vergisst Du da nicht München? Wenn auch immer unter anderen Clubs und Namen.
Dieses Jahr mit Versuch Nr. 3
Ich bin ein unechter Hannoveraner,ein unechter Eishockeyfan und das Wort Kult kann ich auch nicht mehr hören. Sorry, das ich trotzdem zum Turm gehe.

Sonntag, 29. August 2010, 18:17

12

Ich hab mich ein wenig geziert, das Münchner Eishockey mit reinzunehmen, da es sich beim Abgang der Barons nicht um einen freiwilligen Rückzug in die 2. Liga handelte, sondern um einen Neuanfang ganz unten. Danach haben sich die Münchner jedoch mit mehrfachem Umbenennen nun zu diesem Jahr sportlich wieder in die DEL gekämpft. Rückkehrer sind sie somit, allerdings hat der damals gegründete ESC München nichts mit den Barons zu tun und diese waren überhaupt erst in der DEL durch den Lizenzkauf von Landshut. Der existierende Münchner Club wurde damals aus der sportlich dritten Klasse in die erste gehievt um die Barons zu schaffen, sportlich war keine DEL-Qualifikation vorhanden und die Ligenteilnahme wurde sich sozusagend "erkauft".

Wenn man so will halten die Münchner jedoch eindeutig den Rekord "von ganz unten sportlich in die DEL".


Sonntag, 29. August 2010, 18:40

13

So leid es mir für die Fans aus Kassel auch tut, aber für die Aufnahme des Vereins auch von mir ein klares NEIN !

Jeder andere Verein hat von vorne und ganz unten wieder angefangen, auch wir - und jetzt sind wir stolz darauf, dass durchgehalten zu haben. "Der ECH ist wieder da!"

Wenn die das wirklich gewollt hätten, einen "Absturz" nach ganz unten zu verhindern, hätten sie ja vor den ganzen Gerichtsverfahren schon mal höchst vorsorglich für die Oberliga oder zweite Liga melden können, vielleicht wäre das eine Möglichkeit gewesen. Aber jetzt darauf zu hoffen, dass alle die mit offenen Armen empfangen, nachdem die Saison jetzt schon so durchgeplant ist... Nee also ich finde die sollen lernen und es sich verdienen wieder nach oben zu kommen.

Die Fans können ja gerne das eine oder andere Spiel bei uns besuchen. Wenn ich mich nicht verguckt habe, waren ja auch am Freitag schon eine Huskie-Anhänger am Pferdeturm in der Nordkurve.

Montag, 30. August 2010, 10:09

14

Sieht ja so aus, als sei das ganze Thema obsolet (siehe: https://www.insolvenzbekanntmachungen.de…0_Sonstiges.htm ) Das aber einmal außen vor, möchte ich darlegen, warum ich für "ja" gestimmt habe und dabei als bisheriger "Minderheitenfraktionär" den advocatus diaboli geben:



  • "Glaubwürdigkeit", "Prinzipientreue" etc. sind schöne Begriffe, die ich nur leider seit längerer Zeit im dt. Profi-Eishockey als allenfalls Spurenelemente wiederfinde. Konzeptionell, strukturell... ist das m.E. seit Jahren ein mittleres Desaster und mein überwiegender Eindruck der letzten Jahre ist, dass Veränderungen nur dann stattfinden, wenn es gelingt, aus dem Egiosmus Einzelner entstandene Ideen mehrheitsfähig zu bekommen. Sollte eine "harte Haltung" jetzt gegenüber Kassel den Einstieg zu wirklicher Besserung bedeuten, wäre ich ohne wenn und aber für ein deutliches "Nein!". Allein, mir fehlt der Glaube (aber sowas von) und so passt mein erteiltes "Ja" eher zum Sprichwort "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert."
  • Selbstverständlich hat Kassel - auch bei mir - durch z.T. gnadenlos überzogenem "juristischen Budenzauber" unglaublich viel Porzellan zerschlagen und es fällt arg schwer, noch irgendwelche Sympathien zu entwickeln. Aber wenn Rechtsanwälte das Ruder übernehmen birgt das nun einmal so seine Gefahren. Wir kennen vermutliche alle RA`s vom Typ A, die streitlustig ein juristisches Gemetzel nach dem nächsten anzetteln und damit vielleicht auch ihrer Mandantschaft einen stets engagierten Eindruck und immer wieder neue Hoffnungsschimmer vermitteln wollen. Der Rechtsanwalt vom Typ A geht vermutlich erst dann schlafen, wenn er "sein Urteil hat". Und danach kann er sich ja noch immer hinstellen und dieses als "völlüg abwegig" darstellen und wenigstens voller innerer Überzeugung vor seine Mandanten treten und sagen: "Ich habe alles versucht." Rechtsanwälte vom Typ B schauen vor einer Klageschrift, was wirklich machbar ist. Und sollten Dinge wacklig sein - das sind sie vor Gericht ja durchaus schnell - hat man schon einmal als Rückzugslinie Plan B z.B. in Form einer alternativen Vergleichslösung in der Schublade. Man hätte die Sache in Kassel vielleicht gänzlich anders angehen können und müssen. Aber "die Sache an sich" darf da jetzt möglichst nicht darunter leiden. Personen kommen und gehen. Und btw: "Bisweilen taktisch unklug agierende" Verantwortliche kennt m.E. auch die Pferdeturmgeschichte.
  • Es kann eigentlich nur sinnvoll sein, ernsthaft zu versuchen, einen etablierten Eishockeystandort wie Kassel, der zudem auch noch ziemlich mittig in Deutschalnd liegt, zu erhalten.
  • Als schnöder Fan ist mir mein Pendant aus Kassel durchaus nahe. Und dem geht es sicherlich irgendwie besser, wenn es a) weitergeht und das dann b) möglichst höherklassig anstatt ggf. hessischer Dorfteichliga (HDL).
  • Als noch immer schöder Fan freue ich mich über 2 weitere Heimspiele und die Option auf 2 Auswärtsspiele "umme Ecke". Diese Spiele dann nicht sportlich fragwürdig gegen eine wilde Schleudertruppe aus der Pampa, sondern bei vermutlich sehr ordentlichem Niveau und als stimmungsvolle Veranstaltung. Das ich als Dauerkartenbesitzer die beiden Heimspiele gem. Zusage der Indians GmbH auch noch für kostnix hätte, macht die Sache keineswegs uncharmanter.
  • Zwei zus. Heimspiele gegen KS bedeuten für die Indians eine zus. Einnahme im geschätzt knapp sechsstelligen Bereich und auch bei den anderen Teams in Liga 2 dürfte wohl bei Teilnahme von KS die These gelten: Niemanden geht es dadurch (wirtschaftlich) schlechter, aber allen besser. Natürlich bleibt es fraglich, ob wirklich alle Vereine mit der Zusatzeinnahme auch verantwortlich umgehen würden. Zu erwarten ist das nicht unbedingt. So würde ich eher davon ausgehen, dass irgendein Verein - nennen wir ihn gaaanz willkürlich gegriffen einfach `mal Dresden ;) - anders vorgeht: Von den durch zus. Heimspiele im November und Februar gegen KS mglw. zufließenden insgesamt 65 T€ werden übermorgen schon einmal 90 T€ in Personalkosten für zus. Spieler verplant/verausgabt. Und dennoch, wenn die zus. Einnahmen auch nur bei einem Verein dazu führt, dass dieser die Spielzeit finanziell unfallfrei übersteht, so ist enorm viel erreicht. Dabei ist gerade die Aussicht auf eine bei dann 14 Teams komplette PD-Runde ein Argument, laufen dorch gerade "Kellerkinder" eher Gefahr, dass es finanziell ernsthaft klemmt. So verstehe ich z.B. die Verantwortlichen aus Crimmelshausen, wenn diese als Befürworter vorpreschen. Die machen dort einfach nur ihren Job.

Montag, 30. August 2010, 11:35

15

Zwei zus. Heimspiele gegen KS bedeuten für die Indians eine zus. Einnahme im geschätzt knapp sechsstelligen Bereich und auch bei den anderen Teams in Liga 2 dürfte wohl bei Teilnahme von KS die These gelten: Niemanden geht es dadurch (wirtschaftlich) schlechter, aber allen besser. Natürlich bleibt es fraglich, ob wirklich alle Vereine mit der Zusatzeinnahme auch verantwortlich umgehen würden. Zu erwarten ist das nicht unbedingt. So würde ich eher davon ausgehen, dass irgendein Verein - nennen wir ihn gaaanz willkürlich gegriffen einfach `mal Dresden ;) - anders vorgeht: Von den durch zus. Heimspiele im November und Februar gegen KS mglw. zufließenden insgesamt 65 T€ werden übermorgen schon einmal 90 T€ in Personalkosten für zus. Spieler verplant/verausgabt. Und dennoch, wenn die zus. Einnahmen auch nur bei einem Verein dazu führt, dass dieser die Spielzeit finanziell unfallfrei übersteht, so ist enorm viel erreicht. Dabei ist gerade die Aussicht auf eine bei dann 14 Teams komplette PD-Runde ein Argument, laufen dorch gerade "Kellerkinder" eher Gefahr, dass es finanziell ernsthaft klemmt. So verstehe ich z.B. die Verantwortlichen aus Crimmelshausen, wenn diese als Befürworter vorpreschen. Die machen dort einfach nur ihren Job.
Ich kann mich noch ganz gut an die Spielzeit 1998/1999 erinnern. Die Indians waren gerade frisch in der Regionalliga gestartet (warum eigentlich so weit oben und nicht in der Landesliga???) und hatten zum Abschluß der Vorrunde die Relegation zur Oberliga erreicht. 8 Oberligisten und neben den Indians noch die Eisbärchis aus Berlin waren die Teilnehmer. Es war unter uns fans eigentlich beschlossene Sache, dass die Indians einen der ersten 8 Plätze belegen und damit nächste Saison in der Oberliga spielen würden.

Das sportliche Ziel wurde jedoch meilenweit verfehlt, die Indians abgeschlagen Letzter.

So hatte das keiner gewollt - auch die sportlich qualifizierten Oberligisten nicht. Man hatte man doch viele reisefreudige Indianer in den heimischen Stadien begrüßen wollen, die Geld in die Kassen bringen sollten.

Um darauf nicht zu verzichten, wurde die Oberliga aufgestockt. Neben den Indians durften auch noch die in der Relegation davor plazierten Eisbärchis in die Oberliga aufrücken.

Auch wir durften damals also rein aus finanziellen Interessen in der Oberliga spielen. und wer weiß, wie sich das Eishockey am Pferdeturm ohne diesen Beschluss entwickelt hätte.
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Montag, 30. August 2010, 12:38

16

Wenn Kassel aus finanziellen Gründen aufgenommen würde, so müßte man auch die Fehler der Vergangenheit schleunigstens wieder ausbügeln.
Also Pro: Frankfurt, Duisburg, Regensburg in der Zweiten Liga. Das wären dann sogar noch 6 weitere Heimspiele mehr!
Gleichzeitig muss aber auch Rosenheim entschädigt werden. Über die Höhe müßte dann noch verhandelt werden.

Die Zweite Liga ist nicht die Auffanggessellschaft für Insovente DEL Ligisten.
Wenn das in Mode kommt haben wir nächstes Jahr vielleicht noch Krefeld, Köln und Co. aufzunehmen und spielen mit 20+ Manschaften.
Die DEL ist krank und das nicht erst seit gestern. Wer dort spielen will, ist sich der Risiken bewußt.

Ich wiederhole mich, Kassel hat bewußt Schulden in der Aufstiegssaison erwirtschaftet und ist trotzdem aufgestiegen, mit der Hoffnung durch mehr Einnahmen diese wieder auszugleichen. Hat wohl nicht geklappt. Pech!

Da könnte man ja auch gleich noch Tölz wiederholen. Mit Überschuldung Meister werden und dann den Ar... zu kneifen.
Eine Unverschämtheit solider wirtschaftender Clubs und der Allgemeinheit gegenüber. Wer trägt wohl die Kosten bei der Berufsgenossenschaft, Krankenkasse und Finanzamt?

Wenn der Standort Kassel in Gefahr ist, dann ist es Aufgabe der Stadt Kassel die Eiszeiten zu garantieren und somit den Amateur-, Breitensport und die Nachwuchsmanschaften, sowie das Freitzeitangebot öffentlicher Eislauf sicher zu stellen.
Nicht umsonst werden die Profimanschaften in Kapitalgesellschaften (GmbH) und die Vereine getrennt.
Es sollte uns ja auch noch allen in Erinnerung sein. Als die Turteles den Bach runtergingen war auch der Verein weg vom Fenster.
Das sollte im Falle eines Falles heutzutage nicht mehr passieren.
Ich bin ein unechter Hannoveraner,ein unechter Eishockeyfan und das Wort Kult kann ich auch nicht mehr hören. Sorry, das ich trotzdem zum Turm gehe.

Montag, 30. August 2010, 13:43

17

Zwei zus. Heimspiele gegen KS bedeuten für die Indians eine zus. Einnahme im geschätzt knapp sechsstelligen Bereich und auch bei den anderen Teams in Liga 2 dürfte wohl bei Teilnahme von KS die These gelten: Niemanden geht es dadurch (wirtschaftlich) schlechter, aber allen besser. Natürlich bleibt es fraglich, ob wirklich alle Vereine mit der Zusatzeinnahme auch verantwortlich umgehen würden. Zu erwarten ist das nicht unbedingt. So würde ich eher davon ausgehen, dass irgendein Verein - nennen wir ihn gaaanz willkürlich gegriffen einfach `mal Dresden ;) - anders vorgeht: Von den durch zus. Heimspiele im November und Februar gegen KS mglw. zufließenden insgesamt 65 T€ werden übermorgen schon einmal 90 T€ in Personalkosten für zus. Spieler verplant/verausgabt. Und dennoch, wenn die zus. Einnahmen auch nur bei einem Verein dazu führt, dass dieser die Spielzeit finanziell unfallfrei übersteht, so ist enorm viel erreicht. Dabei ist gerade die Aussicht auf eine bei dann 14 Teams komplette PD-Runde ein Argument, laufen dorch gerade "Kellerkinder" eher Gefahr, dass es finanziell ernsthaft klemmt. So verstehe ich z.B. die Verantwortlichen aus Crimmelshausen, wenn diese als Befürworter vorpreschen. Die machen dort einfach nur ihren Job.
Ich kann mich noch ganz gut an die Spielzeit 1998/1999 erinnern. Die Indians waren gerade frisch in der Regionalliga gestartet (warum eigentlich so weit oben und nicht in der Landesliga???) und hatten zum Abschluß der Vorrunde die Relegation zur Oberliga erreicht. 8 Oberligisten und neben den Indians noch die Eisbärchis aus Berlin waren die Teilnehmer. Es war unter uns fans eigentlich beschlossene Sache, dass die Indians einen der ersten 8 Plätze belegen und damit nächste Saison in der Oberliga spielen würden.

Das sportliche Ziel wurde jedoch meilenweit verfehlt, die Indians abgeschlagen Letzter.

So hatte das keiner gewollt - auch die sportlich qualifizierten Oberligisten nicht. Man hatte man doch viele reisefreudige Indianer in den heimischen Stadien begrüßen wollen, die Geld in die Kassen bringen sollten.

Um darauf nicht zu verzichten, wurde die Oberliga aufgestockt. Neben den Indians durften auch noch die in der Relegation davor plazierten Eisbärchis in die Oberliga aufrücken.

Auch wir durften damals also rein aus finanziellen Interessen in der Oberliga spielen. und wer weiß, wie sich das Eishockey am Pferdeturm ohne diesen Beschluss entwickelt hätte.

"Meilenweit verfehlt" ist vielleicht noch untertrieben. 0 Punkte aus 18 Spielen, darunter so schicke Ergebnisse wie ein 0:19 in Ratingen und ein 3:16 in Erfurt innerhalb von 4 Tagen, lautete die letztlich für einen Aufstieg ausreichende sportliche Qualifikation. Gut bekannte Zeitzeugen u.a. die damaligen Gegner, die seinerzeitigen Adendorfer M.Dahms und J.Seib zzgl. deren Coach B.Kaminski oder aber P.Willmann als Spieler für Wolfsburg.

Auch nicht schlecht und noch ein paar Jahre zuvor (Spielzeit 1981/82): Hannover startet in der 2. Bundesliga; Geld wird mehr als knapp und der ECH macht nach der Vorrunde und nach zügigem Verkaufes des sportlichen Tafelsilbers nicht in der Relegationsrunde weiter; stattdessen erfolgt der Komplettausstieg und die Saison wird in der fünftklassigen Landesliga gegen z.B. die "Kleefeld Tigers" (die eigene 1b) fortgesetzt und mit dem Titelgewinn beendet; damit wäre man eigentlich in die viertklassige Regionalliga aufgestiegen; weil sich dort aber kein Geld für insbes. die Schuldentigung verdienen lässt, wurde der ECH wunschgemäß vom Eishockeyverband gleich in die Oberliga gehievt. Also in rd. 12 Monaten in 3 verschiedenen Ligen gespielt und in der einzigen Liga, für die man sich - wie auch immer - dann am Saisonende tatsächlich sportlich qualifiziert hatte (Regionalliga) ist man dennoch nicht gelandet.

Und unser Aufstieg nach der Regio-Saison 2001/2002 mit den 48 Siegen aus 48 Spielen in die Oberliga war ja letztlich auch nicht das logische Ergebnis aufgrund sportlich erbrachter Leistung (so funktioniert Sport außerhalb des dt. Eishockeys für gewöhnlich), sondern Ergebnis div. Gespräche am "grünen Tisch" bis dort alle vorherigen Beschlüsse zur Aufstiegsregelung und Ligenzugehörigkeit beerdigt unter dem (grünen) Tisch lagen.

Nein, uns ist am Pferdeturm eigentlich nichts fremd. Wie stand doch seinerzeit nach der Saison 2001/02 wortwörtlich in der Fan-Projekt in den Eishockey-News geschalteten Anzeige: "Mit Sport hat das nichts mehr zu tun. Seit Jahren ist der DEB als Dachverbanddes deutschen Eishockeys nicht in der Lage, die Sportart Eishockey bundesweit zu koordinieren. Im Gegenteil, eine dauerhafte, klare Ligenstruktur ist von Jahr zu Jahr weniger zu erkennen..." Und das soll nun alles vorbei sein und mit dem Fall Kassel angefangen kommen nun quasi als Initialzündung System, Linie, Verbindlichkeit, Glaubwürdigkeit, Prinzipientreue und all die anderen schönen Dinge in`s Spiel? Nie im Leben kann ich das glauben! Kaninchenzüchter, Kleingärtner und jeder Selbsthilfegruppe blonder Friseusen darf man das getrost zutrauen. Aber nicht dem dt. Eishockey. So sehr ich mir das ja wünschen würde.

btw: "Personen kommen und gehen." hatte ich in meinem vorhergehenden Beitrag geschrieben. Manchmal geht "gehen" auch schnell: http://www.hna.de/sport/eishockey/kassel…eck-898434.html

Montag, 30. August 2010, 14:27

18

Warum machen wir es dann nicht wie die US-Amerikaner, bei denen es im gesamten Profisport keinen Auf- und Abstieg gibt. Trotzdem gehen die Leute da in die Stadien, auch wenns um die goldene Ananas geht. Im Endeffekt sind wir Europäer doch diese Sporttragödien um Abstiege, Insolvenzen und Skandale gewöhnt und könnten gar nicht mehr ohne.
Ein sauber gestaffeltes Ligenkonstrukt mit durchdachter Erweiterung als Aufstiegsmöglichkeit und dem Franchise-Konzept mit Farmteams wäre doch endgültig der Anlass für die Leute auf die Strasse zu gehen und Zeter und Mordio zu schreien.
Wir alle leben doch mit den Unzulänglichkeiten des Systems und sind in jedem Sommer wieder mehr oder minder freudig überrascht, was das von Eigeninteressen und Ziellosigkeit geprägte Konglomerat aus Interessengemeinschaften dieses mal zur Überbrückung der eishockeyfreien Zeit der Öffentlichkeit präsentiert.
80% scheinen gegen eine Aufnahme der Huskies in der zweiten Liga zu sein, ähnlich waren damals die Abstimmungsergebnisse zugunsten geregeltem Auf und Abstieg ins Oberhaus. Am Ende werden die Huskies vielleicht doch in der zweiten Bundesliga spielen und es wäre mal wieder keine populäre Entscheidung. Was nur jeder begreifen muss, am Ende geht es schlicht um den schnöden Mammon. Wenn die Teilnahme der Huskies Mehreinnahmen garantiert wird bei vielen Vereinen die im Eishockey doch wohlbekannte Demenz einsetzen. Dann weiss man gar nicht mehr, was vor zwei Wochen so palavert wurde und interessieren tut es einen erst recht nicht.


Montag, 30. August 2010, 21:20

19

Ich nutze verzweifelt die Suchfunktion dieses Forum finde aber leider keine ähnliche Diskussion um die Duisburger Manschaft aus dem vergangenen Jahr. Obwohl der Fall doch mittlerweile sehr ähnlich ist. Hätte Duisburg nicht auch zwei Heimspiele mehr bedeutet? War das Geld von Herrn Pape zu schlecht oder woran hat es gelegen? Warum ist die 2 Liga nicht auf Frankfurt zugegangen und hat gesagt: Kommt zu uns, das bringt uns Geld? Warum jetzt also Kassel aufnehmen?
Liegt es an der Popularität von Kassel und der gemeinsamen Vergangenheit aus Liga 2 und DEL der vergangenen zwei Jahrzehnte?

Mir will es immer noch nicht in den Schädel, warum sollten man ein krankes Kind in eine einigermassen stabile Liga aufnehmen und damit noch einen Präzedenzfall für die zukünftigen DEL Insolvenzen schaffen. Das die kommen kann man sich doch an den zehn Fingern abzählen.
Zwei Teams wurden schon vor dieser Saison aus dem Verkehr gezogen. Die einen ruhig und gelassen, die anderen mit 12 Klagen vor ordentlichen Gerichten. Dazu noch die "jährlich grüßt Günther Papenburg" Drohgebärdenaktion, in der es auch nur um das liebe Geld ging.
Die DEL ist für mich persönlich als gescheitert zu betrachten. Sterile Mufus, Punktepläne und Videowürfel unter der Decke haben es nicht gebracht. Der Kollaps ist vorprogrammiert und wird sich in den nächsten Jahren vollziehen. Frei nach dem Motto der Letzte macht das Licht aus. Es könnten Hamburg und Berlin sein. Die beiden Teams mit dem solventesten Eigner.
Hoffentlich verliert der nicht irgendwann die Lust an seinen Abschreibungsobjekten.
Ich bin ein unechter Hannoveraner,ein unechter Eishockeyfan und das Wort Kult kann ich auch nicht mehr hören. Sorry, das ich trotzdem zum Turm gehe.

Montag, 30. August 2010, 22:29

20

Ich nutze verzweifelt die Suchfunktion dieses Forum finde aber leider keine ähnliche Diskussion um die Duisburger Manschaft aus dem vergangenen Jahr. Obwohl der Fall doch mittlerweile sehr ähnlich ist. Hätte Duisburg nicht auch zwei Heimspiele mehr bedeutet? War das Geld von Herrn Pape zu schlecht oder woran hat es gelegen? Warum ist die 2 Liga nicht auf Frankfurt zugegangen und hat gesagt: Kommt zu uns, das bringt uns Geld? Warum jetzt also Kassel aufnehmen?
Liegt es an der Popularität von Kassel und der gemeinsamen Vergangenheit aus Liga 2 und DEL der vergangenen zwei Jahrzehnte?

Mir will es immer noch nicht in den Schädel, warum sollten man ein krankes Kind in eine einigermassen stabile Liga aufnehmen und damit noch einen Präzedenzfall für die zukünftigen DEL Insolvenzen schaffen. Das die kommen kann man sich doch an den zehn Fingern abzählen.
Zwei Teams wurden schon vor dieser Saison aus dem Verkehr gezogen. Die einen ruhig und gelassen, die anderen mit 12 Klagen vor ordentlichen Gerichten. Dazu noch die "jährlich grüßt Günther Papenburg" Drohgebärdenaktion, in der es auch nur um das liebe Geld ging.
Die DEL ist für mich persönlich als gescheitert zu betrachten. Sterile Mufus, Punktepläne und Videowürfel unter der Decke haben es nicht gebracht. Der Kollaps ist vorprogrammiert und wird sich in den nächsten Jahren vollziehen. Frei nach dem Motto der Letzte macht das Licht aus. Es könnten Hamburg und Berlin sein. Die beiden Teams mit dem solventesten Eigner.
Hoffentlich verliert der nicht irgendwann die Lust an seinen Abschreibungsobjekten.

Also 1. denke ich, hat es was mit Pape zu tun und es waren 14 und nicht 13 Mannschafte. Zu Frankfurt kann man nur sagen, das sie von sich aus den ganzen Laden dicht gemacht haben, weil weder für DEL, noch 2. BuLi oder Oberliga Geld oder ein Sponsor da war.
Mit dem letzten Satz in Absatz 1 hast du es dir wohl am besten beantwortet.
13.04.2009 Tag der Legende

Seit 01.05.2009 Aussenstelle Hamburg :greenhaeuptling

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